

Über den Künstler
Zita Virginija Jusevičiūtė-Tarasevičienė ist eine professionelle Malerin, die in Kaunas lebt und arbeitet und den offiziellen Status einer Kunstschaffenden innehat. Sie begann ihren Weg in der Malerei relativ spät – nachdem sie ihre Kinder großgezogen hatte – doch die Welt der Kreativität begleitete sie seit ihrer Kindheit, als die ersten Zeichnungen am Rand ihrer Schulhefte entstanden. Sie studierte Malerei privat und entdeckte im Laufe der Zeit ihre eigene künstlerische Sprache: emotionalen, dynamischen und farbenfrohen Abstraktionismus, mit der Ölmalerei als Grundlage.
In fast drei Jahrzehnten hat die Künstlerin mehr als 100 Ausstellungen in Litauen (in Vilnius, Kaunas, Panevėžys, Jurbarkas und anderen Städten) gehalten und auch an Gruppenprojekten und Freiluft-Sessions im Ausland teilgenommen: in Irland (Dublin), Italien, Deutschland, Lettland, Südkorea und Frankreich. Ihre Werke wurden auf internationalen Kunstevents ausgestellt, und ihre Stücke wurden von Sammlern und Kunstinstitutionen sowohl in Litauen als auch im Ausland erworben. 2023 wurde ihre Ausstellung „Leben voller Chaos“ in der Botschaft der Republik Litauen in Riga präsentiert, und 2024 - im Seimas der Republik Litauen.
Ihre Kunst balanciert zwischen Abstraktion und Figuration. In einigen Werken sind reale Motive zu erkennen - Landschaften, architektonische Elemente, Blüten - doch sie werden immer durch emotionale und chromatische Filter transformiert. In anderen Stücken taucht die Malerin in völlige Freiheit von Form und Pinselstrich ein, lässt die Farbe fließen, sich ausbreiten und unerwartet verschmelzen, und lädt den Betrachter ein, visuelle Empfindungen und persönliche Emotionen zu erleben.
Obwohl sie nicht davor zurückschreckt, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren - wie Acryl oder Aquarell - bleibt ihr gewähltes Medium die Ölmalerei, die tiefes Schichten, reiche Texturen und eine lange Vertiefung in den Prozess ermöglicht.
Zita Jusevičiūtė-Tarasevičienė teilt ihr Leben zwischen Kaunas und Dublin - diese Dualität des Ortes, mit ihren kontrastierenden Kulturen und Naturrhythmen, spiegelt sich oft in ihren Werken wider. Ihr Atelier in Kaunas ist zu einem Raum geworden, in dem sie in eine meditative Welt der Schöpfung eintaucht. Stille, Farbe, Rhythmus und innere Stimme sind die Grundlagen ihrer künstlerischen Umgebung.
Obwohl sie zahlreiche Anfragen erhalten hat, privat Malunterricht zu geben, lehnt sie bewusst ab - überzeugt davon, dass Kunst nicht nur aus Technik, sondern vor allem aus innerer Wahrnehmung entsteht, etwas, das „von oben gegeben“ ist. Sie nennt ihre Werke ihre Kinder, die sie gerne in die weite Welt entlässt.
Ihre Arbeiten wurden als intellektueller, visuell ausdrucksvoller Abstraktionismus beschrieben. Laut dem Kunstkritiker Dr. Remigijus Venckus ist ihre Malerei durch eine dialektische Spannung zwischen Realität und Simulation, zwischen Kontrolle und Zufall gekennzeichnet. Ihre Kunst ist ein Manifest der postmodernen Malerei, das kühn neue Grenzen der Ästhetik, Schönheit und Vorstellungskraft eröffnet.