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Kunstwerk im Raum

Nijolė Dirvianskytė

Nijolė Dirvianskytė

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Nijolė Dirvianskytė ist eine der bekanntesten Vertreterinnen der litauischen naiven Kunst. Sie begann im Alter von sechsunddreißig Jahren zu malen. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits eine professionelle Chemikerin und Wissenschaftlerin, hatte einen akademischen Grad erworben und arbeitete erfolgreich in einem Labor.

Der Name Nijolė Dirvianskytė ist unter litauischen Volkskünstlern und Kunstliebhabern gut bekannt. Sie nimmt häufig an Ausstellungen und Freiluftmalereien teil und war Preisträgerin des Adomas Varnas Malwettbewerbs. Ihr wurde der Status einer Künstlerin verliehen, und sie wurde zahlreiche Male in einführenden Artikeln in Fachzeitschriften und Ausstellungskatalogen sowie in Büchern erwähnt. Ihre Werke wurden auf prestigeträchtigen Volkskunstausstellungen im Seimas der Republik Litauen (2004), auf der 40-Jahr-Feier der Litauischen Volkskünstlervereinigung (2006), in der Botschaft der Republik Litauen in Moskau, im Jurgis Baltrušaitis Haus (2007) und an anderen Orten ausgestellt. Ihre Arbeiten spiegeln die gesamte Umgebung wider, die sie umgibt – die Stadt und das Land, Arbeit und Freizeit, Familie und Blumen, Sibirien und Litauen, Eindrücke von ihren Reisen und vor allem die Natur sowie den Frieden und die Harmonie, die sie im Sommer und Winter bietet. Einige ihrer schönsten Werke sind dem Blühen und den Segnungen der Natur gewidmet.

Nijolė Dirvianskytė wurde am 1. November 1944 im Dorf Sakučiai in einem unbekannten, von den Deutschen verlassenen Gehöft am Nemunas-Fluss, auf dem Weg nach Deutschland, geboren, wo ihre Eltern aus Skuodas flohen, um der Rückkehr der sowjetischen Armee und der Deportation jenseits des Polarkreises zu entkommen. „Diejenigen, die bei meiner Geburt halfen, waren mein Vater, ein Ökonom; mein Onkel Adomas, ein Anwalt; und seine Frau, die Schwester meiner Mutter Monika, eine Künstlerin“, erinnert sich die Volkskünstlerin in ihrer Biografie.